Hallo?

Noch jemand da?
Im Moment geht es hier ja etwas schleppend voran. Liegt es daran, dass man so viel Anderes tippen muss/will?

Zugegeben fällt es mir schwer, die anderen online gestellten Geschichten zu lesen und darauf einzugehen, während ich gleichzeitig mit Elisabeth an Theas Grab stehe. Deshalb fände ich es gut, wenn wir nach dem November weiterdiskutieren und bearbeiten würden.

Aber bis dahin sollte hier keine tote Hose sein
meint
Rieke O:-)
synkona - 9. Nov, 14:49

Na ja...

... ich schaue gelegentlich noch hier vorbei, meistens, wenn ich mich unbedingt von meinem Roman ablenken will. Die Geschichten anderer zu lesen fällt mir momentan auch sehr schwer, deswegen werde ich das eher auf den Dezember verschieben und mich für den Moment auf mein eigenes Werk konzentrieren...

LG,
synkona

susanneschnitzler - 9. Nov, 15:36

Gemeinsam

ab Dezember diskutieren und überarbeiten fände ich super.

Ich schaue zwar mehr oder weniger regelmäßig vorbei, aber irgendwie bin ich auch mit tausend anderen Sachen beschäftigt und muss jetzt mal langsam meine Figuren weiter durch den Text treiben.

Deshalb haue ich mir auch immer auf die Finger, damit ich nicht auch noch bei euch mitlese :P

Wie war eigentlich euer Brementreffen?

LG
Susanne

Edit: Menno! Ich sollte wirklich mit meiner Hier-Identität kommentieren. Jetzt haben wir wahrscheinlich jede Menge Hits von Leuten, die meinen Nachnamen aus anderen Gründen ergooglen *grummel*
vermutet
Katzenauge.

Drella - 9. Nov, 15:56

Schnitz(l)er?

Susanne = Katzenauge?

Gruß,
Rieke O:-)
Katzenauge - 9. Nov, 16:14

Schnitzundso

@Rieke

Yupp. Meine Edition und deine Frage müssen wohl ziemlich gleichzeitig gekommen sein :))

LG
Susanne
Solveig I. - 9. Nov, 16:40

Hallo!

Bei mir ist es diese Woche wie verhext, weil ich von einem Termin zum nächsten renne, tausend Leuten hinterher telefoniere und außerdem mit einer Erkältung um die Kontrolle über meinen Körper kämpfe. (Man beachte, dass ich die Standartformulierung "mit einer Erkältung kämpfen" locker um 6 Worte ausgedehnt habe! NaNo zeigt Wirkung ;-))

Riekes Elisabeth habe ich bis einschließlich Februar gelesen und muss nun hier erfahren, dass Thea tot ist! Das ist ein schwerer Schlag. Ich bin sehr dafür, die Diskussion auf den Dezember zu vertagen. Hätte nicht gedacht, dass man so wenig Konzentration für die anderen Geschichten aufbringen kann...!


Liebe Grüße aus dem Stress
Solveig

Huineng - 11. Nov, 11:30

Dezember

Natürlich bin ich dabei. Irgendwer muß mir doch sagen, was für einen Mist ich geschrieben habe, Rieke - meine Lieblingskritikasterin.
R.K.
Drella - 11. Nov, 12:53

Lieblings...

Was ist eine Lieblingskritikasterin?

Skeptisch messend,
Rieke O;-)
Huineng - 12. Nov, 10:35

Kritikaster

dagbog 12112007
12/11/07 03:01 Tote Hose? Von wegen Rieke, ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber für mich ist dieser Monat Aufregung pur. Wer von euch Zeit hat in meinem blog die Tagebuchnotizen zu lesen wird sehen, diese Herausforderung erfordert Justierungen an den täglichen Ablauf des Schreibens und anderer Tätigkeiten, die recht interessant sind.

2500 Worte pro Tag zu schreiben stellt für mich kein Problem dar. Gut 1700 Worte erzählenden Textes ist Schwerarbeit. Mein Tagesablauf ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten ein etwas seltsamer, was mir in bezug auf den NaNoWriMo einen "unfairen" Vorteil mehr verschafft hat. Drei, vier Stunden absolut störungsfreier Ruhe, wer von euch wünschte sich das in diesem Monat nicht.

Doch die Sache hat einen Haken den vielleicht auch andere von euch spüren. Was mit dieser Zeit anstellen. In den ersten Tagen wurde man von den Ideen angetrieben, die die letzten Tage und vielleicht sogar Wochen vor dem NaNoWriMo ausgefüllt hatten. Man begann mit dem Schreiben und es lief zuerst einmal recht gut. Doch wer wie ich, noch nie mehr als maximal sechs bis siebentausend Worte gebraucht hat um eine einzelne Idee fertigzuschreiben, die man vielleicht später mit einer anderen durch eine "Brücke" verbunden auf 12.000 Worte bringen könnte, hat sich am 1. November sicher keine Vorstellung gemacht, wie man einen Motor in sich anwirft, der einem über die volle Strecke trägt. Allein dieser Punkt also wäre es wert, diskutiert zu werden. Nicht jeder ist entweder wie Chicco so gut organisiert, daß die Gedanken sortiert und die Fingerkuppen präpariert sind, um zu schreiben, schreiben, schreiben. (Wenn du demnächst fertig bist, könntest du uns einen Teil deines Geheimnisses verraten).

Ein weiterer Punkt, der mich interessierte betrifft die Frage, wie ihr den inneren Zensor abstellt. Ich kann die Male kaum mehr zählen, an denen ich mir sage, dies alles sei eigentlich etwas, was ich nur für mich mache. Es komme gar nicht darauf an, ob es etwas tauge, es ginge nur um 50.000 Worte in 30 Tagen. Alles völlig klar, und doch: lese ich, was ich geschrieben habe, könnte ich vor Schmerz schreien. Der Hinweis, schreiben, schreiben, schreiben und nicht zurückschauen ist leichter gesagt als umgesetzt.

Was ich meine kann ich auch auf andere Weise ausdrücken: Chris Baty - zumindest das mein Eindruck bei der Lektüre seines Buches - schreibt 50.000 Worte, die er, wie andere später nie anschaut. Also auch hier ein Thema, das wir diskutieren könnten, um Leben in die Bude zu bringen: welches wahre Ziel habt ihr mit eurer Teilnahme an dem NaNoWriMo. Wollt ihr Spaß an der eigenen Folter haben? Seid ihr wettkampfbesessen und sucht ihr eine ultimative intellektuelle, wie kreative Herausforderung, hofft ihr aus dem Schreiben einen Beruf oder zumindest eine Nebentätigkeit zu machen, oder habt ihr wie ich, das Gefühl, ihr wollt mal sehen ob ihr das nicht auch könnt - eine Geschichte erzählen, einen Roman schreiben?

Damit wäre ich bei einem weiteren Thema. Ich finde die Idee im Dezember an diesem Ort weiterzumachen allein deswegen schon sehr gut, weil das, was ich hier vor mir sehe, das ist, was es nach Chris Batys Idee wohl auch sein soll. Ein allererster Rohentwurf. Mir ein wenig unverständlich ist, wie jemand mit einem Rohentwurf zufrieden sein kann. Natürlich bin ich nicht der Meinung, ich hätte einen Roman geschrieben, wenn ich 50.000 Worte geschrieben habe. Doch was kommt nach dem November.

Die Schwester meiner Schwiegertochter hat einen Roman geschrieben - rund 52.000 Worte in (wenn ich mich nicht täusche) 2 Jahren. Kritik an dem Geschriebenen unerwünscht. Kann man machen, keine Frage. Aber vielleicht sind ja einige daran interessiert all jene Punkte aus der Welt zu schaffen, die ihnen nicht gefallen, wenn sie Geschriebenes dieses Monats überlesen oder wenn ihnen klar wird, daß der Großvater, der im ersten Kapitel gestorben ist, im 12 Kapitel dringend benötigt würde.

Ist also der November um könnte ich mir vorstellen kann eine lebhafte Diskussion darüber ausbrechen, wie man eigentlich überarbeitet.

Und dann gibt es noch einen Grund, warum ich für das Überarbeiten in der Gruppe eintrete. Unsere Gruppe umfasst drei Generationen von Amateuren, die lernen wollen einen Roman zu schreiben. Das ich die Sache recht entspannt angehen kann liegt auf der Hand. Die mittlere Generation unter uns mag vielleicht schon ein wenig die Jährchen spüren und sich fragen, ob es mit der Idee größere Romane zu schreiben noch hinhaut (zumindest geht es meiner Schwiegertochter so, die ja auch in diesem Alter ist). Und dann ist da noch die Gruppe der "Küken", denen nun einmal naturgemäß die Zukunft gehört. Sie dazu motivieren am Ball zu bleiben, ein Talent zu entwickeln (was in Gemeinschaft gleichgesinnter sicher leichter ist) könnte schließlich auch Spaß machen.

Themen über Themen, die sich diskutieren ließen, und die alles andere wären als "tote Hose" wenn wir erst einmal wieder Land in Sicht bekommen.

R.K.

Und dann noch ein Punkt, der mich motiviert. Als ich wegen des NaNoWriMo im Internet recherchierte, nachdem ich - ich weiß nicht wie - über diese Idee gestolpert war, kam ich auch auf eine website einer Frau, die vehement gegen diesen Gedanken argumentierte. Sie habe zwei Bücher veröffentlicht, das sei harte, schweißtreibende Arbeit. Es sei einfach lächerlich, wenn unbegabte Menschen annähmen, sie seien Autoren, wenn sie in 30 Tagen 5.0000 Worte geschrieben hätten. Das sei eine Beleidigung für wirkliche, echte Autoren wie sie eine sei.
Nun, auch wenn die Frau in den USA lebt, aus dem Kontext ging hervor, daß sie Europäerin sein mußte. Jene entspannte Einstellung, die die Amerikaner zum Schreiben haben, auf dem Kontinent scheint sie zu fehlen. Das heißt aber nicht, daß ich nicht in soweit mit ihr einer Meinung wäre, daß ich meinen Entwurf erst dann einen Roman nennen würde, wenn ich fände, er könne auch von solchen gelesen werden, die sich weder darüber Gedanken machen, wie so eine Geschichte entsteht, noch welche Felsbrocken einem dabei im Weg liegen.

Was die Kritikasterin angeht, liebe Rieke, bezog es sich darauf, daß du andeutetest, daß du mich am liebsten kritisierst. Na und da kann Kritik ja auch schon mal zu einer Art Gewohnheit oder Lieblingsbeschäftigung werden - aus Prinzip sozusagen. Das aber fände ich dann eben amüsant und es würde mich nicht stören.

Drella - 13. Nov, 14:50

Nicht wirklich eine Antwort

Gibt es keine direkte Übersetzung für den Ausdruck?

Wie auch immer. Ich stelle fest, dass auch du, Rainer, dich von deinem "Ich schreibe nur für mich." entfernst. Gut so. Das eigene Kämmerlein oder die eigene Schublade sollte eigentlich immer zu klein sein, wenn man nicht grade ein Tagebuch führt. Allerdings - was ist, wenn man das Zeitliche segnet. Nimmt man es dann mit ins Grab, legt es im Testament fest oder sollen die Nachfahren es doch lesen?

Natürlich ist es ganz schon hart, den Durchschnitt im Nano zu schaffen - besonders jeden Tag. Schließlich muss man so halbwegs mit sich zufrieden sein, egal, wo der Zensor eingesperrt ist. Ich habe immer ein Gefühl nach dem Schreiben, ob mir das gerade (Ab-)Getippte nun gefällt oder nicht. Elisabeths Mai ging mir - so traurig er auch war - gut von der Hand. Der Juni - so positiv er sich auch entwickelte - fiel und fällt mir sehr schwer. Ich weiß schon jetzt, dass ich da eine Menge überarbeiten muss, weil ich ihn recht ziellos finde.
Würde ich meine hoffentlich 50.000 Worte nach Chris Baty hinter nicht mehr anschauen, hätte ich es auch gleich bleiben lassen können. Ich möchte mit meinem Geschriebenen sehrwohl etwas tun. Ich finde die Überarbeitung ebenso wichtig wie den ersten Entwurf. Wer kann schon sofort ins "Reine" schreiben? Es gibt vieles, was einem beim Schreiben erst auffällt: Sind die Charaktere schlüssig? Ist nicht vielleicht eine andere Perspektive besser? Wo bleiben Bilder, Metaphern usw.? Wer sich nach den 50.000 Worten (oder auch weniger) nicht mit seinem Werk beschäftigen will, sollte es vielleicht doch besser in der Schublade lassen oder es als Kaminanzünder nutzen. O;-)

Und nun noch zu meiner angeblichen Freude, dass ich so gern kritisiere. Ich wäre froh, wenn ich es nicht müsste O:-) Jein, ich finde nur in deinen weitschweifigen Ausführungen immer etwas zum "Einhaken".
Ansonsten wäre ich dankbar, wenn ich einmal wieder ein Buch fände, an dem ich nicht herumkritteln möchte.

In diesem Sinne schöne Grüße,
Rieke O:-)
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